Ob Rockkonzert, Fussballspiel, Stadtfest oder andere Großveranstaltungen…. wo viele Menschen zusammenkommen, da gibt es viele kleine und größere Notfälle. Der Sanitätsdienst des DRK leistet hier schnelle und wirksame Hilfe für die Betroffenen.


Die ehrenamtlichen Helfer im Sanitätsdienst bekommen bei uns eine fundierte Ausbildung für ihren Einsatz, sofern sie nicht schon Vorkenntnisse mitbringen. Je nach Interesse und persönlichen Möglichkeiten fördern wir u.a. die Fortbildung unserer aktiven Einsatzkräfte zu Rettungssanitätern.

Weiterhin steht der Sanitätsdienst auch zur Verstärkung des Rettungsdienstes bei Großschadenslagen (MANV-Ereignissen) bereit und ist eng in die Rettungsdienststruktur eingebunden.


Bei Notfällen abseits der befestigten Wege und Straßen sowie bei winterlichen Bedingungen in den Wäldern, stellen unsere Einsatzkräfte die spezielle Geländerettung mittels diverser Allrad-Krankenwagen und Sonderrettungsgerät sicher.


Für schwerstgewichtige Notfallpatienten halten wir für den Rettungsdienst in der Region Hannover rund um die Uhr einen Schwerlast-Rettungswagen als Transportunterstützung vor.


Alle diese Sonderdienste werden von unseren speziell dafür geschulten Ehrenamtlichen geleistet.


Im Katastrophenfall sorgt der Sanitätsdienst unter anderem dafür, dass Verletzte und Erkrankte erstversorgt, mobile Behandlungsplätze eingerichtet und Patienten in weiterführende Behandlungseinrichtungen transportiert werden. Dieses umfasst auch die Besetzung eines Gerätewagen Sanität als Teil der Medical-Task-Force 7 (MTF 7 Hannover), die aus Kräften der JUH und des DRK besteht und vom Bund für überörtliche Hilfeleistungen aufgestellt und ausgerüstet wurde.

Aufgaben der Sanitätsgruppe:

  • führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle und unterstützt die Notärzte und das Rettungsdienstpersonal – soweit notwendig – bei der Versorgung der Verletzten (Herstellen und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit)
  • schafft – je nach Notwendigkeit – die erforderlichen Infrastrukturen an der Einsatzstelle durch Einrichten eines Verbandplatzes
  • sucht ggf. Verletzte und führt deren Erstversorgung durch
  • übernimmt erstversorgte Verletzte, z.B. von Verletztenablagen und bringt diese zum Verbandplatz
  • versorgt und betreut Verletzte und Kranke bis zu deren Abtransport in die Klinik
  • versorgt die leicht verletzten Betroffenen und sorgt so für eine Entlastung des Rettungsdienstes, der Notärzte und der Krankenhäuser
  • übernimmt die medizinische Versorgung kontaminierter Verletzter und führt die behelfsmäßige Dekontamination durch
  • nimmt unverletzte Betroffene in ihre Obhut und betreut ggf. bis zur Übergabe an die Betreuungsgruppe
  • sorgt für die Registrierung und Dokumentation

Sanitätslage

Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist für die Versorgung von 20 Verletzten ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes, zwei RTW- und einer KTW-Besatzung versorgen, der Arzt und die neun Helfer der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:

  • 2 – 3 schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Intubationstherapie) und
  • 4 – 5 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
  • 12 leichtverletzte Personen (keine Behandlungs- und Transportpriorität).

Bei einer großen Zahl verletzter Personen haben die sanitätsdienstlichen Aufgaben Vorrang. Daher werden alle Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheit zunächst sanitätsdienstlich tätig.